
Die Energieversorgung der Zukunft setzt auf Systeme, die Strom und Wärme intelligent miteinander verbinden. Eine dieser Lösungen sind PVT-Systeme mit sogenannten Photovoltaik-Thermie-Modulen. Sie erzeugen gleichzeitig elektrische Energie und Wärme, wodurch die Dachfläche doppelt genutzt wird.
Während die Vorderseite des Moduls Sonnenlicht in Strom umwandelt, befindet sich auf der Rückseite ein Wärmetauscher, der Energie aus der Sonneneinstrahlung und der Umgebungsluft aufnimmt. Diese Wärme wird über eine Soleleitung an eine Wärmepumpe im Haus geleitet, die daraus Heizwärme und Warmwasser erzeugt. Das Ergebnis: Ein geschlossenes System, das ganzjährig Strom, Heizenergie und Warmwasser bereitstellt – leise, effizient und ohne Außeneinheit.
Viele Hausbesitzer kombinieren heute Photovoltaik mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe. Die Wärmepumpe nutzt die Außenluft als Energiequelle und benötigt dafür eine Außeneinheit, die hörbar arbeitet und Platz an der Hausfassade oder im Garten beansprucht.
Ein PVT-System funktioniert anders: Die Wärmepumpe bezieht ihre Wärme direkt von den Dachmodulen. Eine zusätzliche Außeneinheit ist nicht nötig – das System läuft geräuschlos und platzsparend.
Im Vergleich zur Solarthermie, die ausschließlich auf direkte Sonneneinstrahlung angewiesen ist, nutzen PVT-Module auch diffuse Strahlung und Umgebungswärme. Dadurch liefern sie Energie bei jedem Wetter und sogar nachts, denn selbst kalte Luft enthält nutzbare thermische Energie.
PVT-Module ähneln auf den ersten Blick herkömmlichen Photovoltaikmodulen. Der Unterschied liegt auf der Rückseite: Dort befindet sich ein Wärmetauscher aus Aluminium und Kupfer, in dem eine Wasser-Glykol-Mischung zirkuliert. Diese nimmt kontinuierlich Energie auf und überträgt sie an die Wärmepumpe im Haus.
Moderne PVT-Module des etablierten Anbieters Triple Solar erreichen dabei beeindruckende Leistungswerte:
Ein weiterer Vorteil: Der Wärmeaustausch auf der Rückseite kühlt die Solarzellen leicht ab – dadurch steigt der PV-Ertrag an heißen Sommertagen um bis zu zehn Prozent.
Die Wärmepumpe nutzt die von den Modulen gewonnene Wärme, um Heiz- und Brauchwasser bereitzustellen. Das Prinzip ist bekannt: Ähnlich wie ein Kühlschrank, nur umgekehrt, verdichtet die Wärmepumpe das aufgenommene Kältemittel und hebt so dessen Temperatur an. Die Wärme wird anschließend an das Heizsystem abgegeben.
Ein Beispiel aus der Praxis ist die PVT-Wärmepumpe 5.0 von Triple Solar mit folgenden Leistungsdaten (bei 35° C):
Da keine Außeneinheit mit beweglichen Teilen erforderlich ist, arbeitet das System nahezu lautlos, ist wartungsarm und kann komplett im Haus aufgestellt werden.
PVT-Systeme sind über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) grundsätzlich förderfähig – allerdings ausschließlich für den thermischen Teil der Anlage, der elektrische Anteil wird aus den förderfähigen Kosten herausgerechnet. Je nach Ausgangssituation und Einkommensgrenze sind Zuschüsse von bis zu 70 % der förderfähigen Kosten möglich. In der Praxis liegt der realistische Fördersatz bei etwa 55 %.
Zusätzlich gilt der reduzierte Mehrwertsteuersatz von 0 % für die PVT-Module einschließlich Unterkonstruktion, Wechselrichter und Montageaufwand.
(Stand: November 2025)
Für die Installation eines PVT-Systems arbeiten in der Regel mehrere Gewerke zusammen. Wir von Fröschl Elektro übernehmen die Montage und den elektrischen Anschluss der PVT-Module sowie die elektrische Integration aller Systemkomponenten. Der hydraulische Anschluss – also Heizkreis, thermischer Speicher und Wärmepumpe – erfolgt durch einen Heizungsfachbetrieb.
Besonders effizient ist die Kombination aus PV- und PVT-Modulen: Während die PVT-Module Wärme und Strom liefern, decken weitere PV-Module den zusätzlichen Haushaltsstrombedarf – so lässt sich das eigene Dach energetisch optimal nutzen und ein Großteil der im Haus benötigten Energie selbst erzeugen.
Kleinere PV-Anlagen, die bisher durch Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) vermarktet wurden, sollen künftig stärker in den Markt integriert werden. Neue Vorgaben ermöglichen es ÜNB, Strommengen gezielt preislimitiert zu vermarkten. Bleiben Strommengen am Day-Ahead-Markt unverkauft, wird die Einspeiseleistung entsprechend reduziert. So werden Verkäufe zu stark negativen Preisen vermieden. Anlagenbetreiber erhalten dafür einen finanziellen Ausgleich.
PVT-Systeme erzeugen auf derselben Modulfläche sowohl Strom als auch Wärme. Die gewonnene thermische Energie wird über eine Wärmepumpe für Heizung und Warmwasser genutzt – leise, effizient und ganzjährig. Das System ist platzsparend, wartungsarm und kommt ohne Außeneinheit aus. Zudem ist es im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude förderfähig.
Fröschl Elektro unterstützt bei der Planung und Montage der PVT-Module sowie beim elektrischen Anschluss der Komponenten.
Interesse? Dann sprechen Sie uns gerne an!