Ein Tiefenerder ist ein Erdungselement, das senkrecht tief in den Boden eingebracht wird, um elektrische Ströme sicher in die Erde abzuleiten. Er besteht meist aus einem langen Metallstab – häufig aus Edelstahl (V4A) – und reicht je nach Bodenbeschaffenheit mehrere Meter tief, bis in feuchtere Erdschichten. Maßgebend für die Auslegung von Tiefenerdern ist die DIN 18014 (in ihrer aktuell gültigen Fassung).
Der Tiefenerder sorgt dafür, dass Fehlerströme, Überspannungen oder Blitzeinschläge zuverlässig abgeleitet werden. So schützt er Menschen vor gefährlichen Berührungsspannungen und beugt Schäden an elektrischen Anlagen vor. Gerade bei Gebäuden ohne vorhandenen Fundament- oder Ringerder ist er eine praktische und sichere Lösung, um eine normgerechte Erdung herzustellen.
Bei Photovoltaikanlagen ist ein funktionierendes Erdungssystem besonders wichtig: Metallteile wie Modulrahmen oder Montageschienen müssen mit dem Potentialausgleich des Gebäudes verbunden werden, um gefährliche Spannungsunterschiede zu vermeiden. Fehlt eine geeignete Erdung, kann ein Tiefenerder nachgerüstet werden. Er wird dann mit der Haupterdungsschiene verbunden und ergänzt so das Schutzkonzept der PV-Anlage. Das steigert nicht nur die Sicherheit, sondern kann auch die Lebensdauer der Anlage verlängern.
Der Metallstab wird mit Spezialwerkzeug senkrecht in den Boden getrieben – meist 5 bis 8 Meter tief. Entscheidend dabei ist, dass er einen guten Kontakt zum Erdreich hat, damit der Erdungswiderstand niedrig bleibt. Nach der Installation wird er fest mit der Erdungsschiene des Gebäudes verbunden, sodass er ein integraler Bestandteil des gesamten Erdungssystems ist. Im Anschluss kann zur Qualitätssicherung eine Messung nach DIN VDE 0100-600 durchgeführt werden. Dabei wird der Erdungswiderstand überprüft und die Wirksamkeit der Erdungsanlage dokumentiert.
Ein Tiefenerder ist eine zuverlässige und oft unkomplizierte Möglichkeit, eine sichere Erdung herzustellen – besonders dann, wenn keine anderen Erder vorhanden sind. In Verbindung mit Photovoltaikanlagen trägt er entscheidend dazu bei, Menschen, Gebäude und Technik vor elektrischen Gefahren zu schützen.
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